Dein Glück

Du warst mir lange nah,
doch dann, an einem Sommermorgen,
gingst du.
Solange ich dich sah,
machte ich mir noch keine Sorgen
um dich
und um ein Wiedersehen.
Ich fragte mich:
„Wozu
sollst du auf Morgen sehen?
Noch siehst du sie
so nahe bei dir stehen!“

Es kam dann bald
die stille Zeit für mich.
Heiße Sommernächte wurden kalt.
Mich fröstelte. Ich suchte dich.
Doch konnt ich dich im Traume nur mehr
finden.
Und für dein Glück kein Lachen mehr
ergründen.

Ein Lachen, das dir so gefiel,
daß du selbst mit mir lachtest.
Dein Lachen zeigte mir ein Ziel,
das du selbst kaum bedachtest.
Siehst du es nicht, dein Glück?
Oh, Liebste, nur ein kleines Stück
davon kann ich dir geben.
Ein Stück
von deinem Glück
nur für mein ganzes Leben.

[17.1.72]

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