Des Nachts erwachts

Des Nachts,
wenn Tages Müh‘n ich
achtlos von mir werfe,
erwachts,
das Glücksgefühl, dich
heute zu erblicken.
Zwar mancher sagt, ich dürfe
dies Glück nicht offen zeigen,
doch nichts hält mich mehr davon ab.
Ich tanz‘ mit dir den Reigen.

Des Nachts,
wenn tiefer Schlaf mir
stärket meine Glieder,
erwachts,
das Glücksgefühl: dir
lacht sie immer wieder.
Zwar lachst du fast schon ewig
in meinem Kopf, doch nur,
und das ist einfach richtig,
wenn ich dir zeig‘ von Liebe eine Spur.

[6.2.72]

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