Ein Jahr ohne Dich

Ein Jahr ohne Dich,
und die Gedanken verschwinden im Taumel der Nacht,
springen durch die lauten Straßen der Stadt,
über Hügel und Täler,
erreichen den Bach, durchziehn die Wälder,
sehen das Dorf
und kreisen nur um Dich.

Immer noch kann ich nicht
ohne diese Gedanken sein,
die Gedanken an die schönen Stunden,
als wir nur dalagen und träumten.
Und in dem Traum sahn wir uns,
älter, reicher an Erfahrungen, die wir zusammen
in unsrer Zeit gesammelt,
und die wir nun gemeinsam lebten,
als Paar, als Zweisamkeit.

Ein Jahr ohne Dich,
und die Gedanken sind immer noch traurig,
sehen Dich in meinem Arm, lächelnd,
erlebend, die Augen schauen liebend blau
in die eigene kleine Welt,
die wir uns geschaffen.
Niemand sonst sollte sie erleben,
niemand sah uns dort,
wenn die Augen, die Ohren liebten.

Und hier, unter all diesen Menschen, die
mich nie allein lassen
und doch wie ich verlassen sind,
hier denke ich nun immer noch an Dich.
Langsam vergeht die Traurigkeit, und nur
die Freude bleibt, Dich gekannt,
Dich geliebt zu haben.

[15.3.75]

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