Herbstgeflüster

Nun ja, der Sommer ist vorbei.
Doch daß mit ihm die Liebe ging,
das war nicht ganz in meinem Sinn.
Für lange Zeit waren wir Zwei –
nun ja, das ist leider vorbei.

Die langen Schatten des Herbstes
kriechen über den Waldweg.
Kreischende Vögel fliegen in den Süden,
und ich gehe alleine, ohne Dich,
die Wege, die wir zusammen gingen.

Stürmisch zieht eine Wolkenwand auf.
Ich beachte den Regen nicht;
er vermischt sich in meinem Gesicht mit den Tränen.
Immer wieder kehren meine Gedanken zu dir zurück.
Und schmerzhaft ist Dein Name in mir eingebrannt.

Oh ja, ich liebte Dich,
und dieses Gefühl ist auch heute noch in mir.
Und doch weiß ich, daß diese Liebe nun
für immer unerfüllt bleiben wird.
Weißt Du, wie sehr dies mich schmerzt?

Nun bist Du weit weg.
Ich bin gegangen, um dich zu vergessen,
Dich und den Schmerz der unerfüllten Liebe.
Doch leise flüstere ich noch immer
Deinen Namen.

Ich kann Dich nicht vergessen.
Und dies ist schlimm,
denn so kann ich kein Glück finden,
kein Glück, das dem kurzen Glück mit Dir
gleich kommt.

Und so versuche ich,
mit dem Schmerz zu leben,
den der Abschied von Dir mir bereitet.
Es ist nicht leicht, denn immer wieder sag ich mir:

ich liebe Dich, Sabine!

[29.9.74]

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