Winterleid

Die Zeit ist um.
Langsam gewöhne ich mich daran.
Aber immer noch
denke ich an Dich und die Zeit.
Warum,
warum ist es vorbei?
War es nicht schön
mit uns?
hat es Dir nicht gefallen
mit uns?
Waren die unzähligen schönen Stunden
nicht die, die Du Dir
so sehr gewünscht hattest?

Ich weiß,
jetzt noch davon zu sprechen,
ist zwecklos.
Du hast mich längst vergessen.
Warum?
hast Du nicht selbst gesagt,
damals,
als wir Schluß machten,
daß wir gute Kameraden bleiben könnten?
Warum aber
antwortest Du nicht auf die Briefe?
Du glaubst nicht,
wie weh es mir tut,
nichts, gar nichts von Dir zu hören,
von einer guten Kameradin,
die Du sein wolltest.

Langsam, ganz langsam gewöhne ich mich
an die Einsamkeit.
Ich habe keine Freunde,
ich kenne kaum jemanden,
ich bin einsam, allein.

Ein Wort nur von Dir würde mich aufmuntern.
Ein Wort nur. Ist es so viel?

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