Der Unnahbare

Es war einmal
ein kleiner, dicker Mann.

Er hatte keine Krone auf,
doch er herrschte wie ein König.
Man liebte ihn nicht.

Er saß in seinem Palast
und langweilte sich.
Wenn er sich langweilte,
brauchte er immer etwas,
an den er sich ergötzen konnte.

Er trug eine Uniform.
Gegen seine Langeweile
kannte er nur ein Mittel: Sex.
Sex regte ihn an. Sex brachte ihn
in gute Laune.

Also wurden Frauen engagiert,
die ihn betreuen sollten.
Doch,
der kleine dicke Mann
war nicht zufrieden mit der
Ware,
die man ihm brachte.

Er forderte junges Blut.
Also wurden junge Mädchen gesucht,
die bereit waren, den kleinen
dicken Mann zu befriedigen.

Viele Mädchen meldeten sich.
Der kleine dicke Mann suchte
sich die heraus, die er haben
wollte. Es waren die jüngsten.

Die jüngste war gerade vierzehn
geworden; ihr Vater hatte sie
hergeschickt: Da kann sie was verdienen
Hier bei mir verhungert sie doch nur!

Der kleine dicke Mann wurde
immer fröhlicher.
Bis die Vierzehnjährige zu
ihm kam. Sie erzählte ihm ihr Schicksal.

Der kleine dicke Mann hörte ihr
zu. „Ich komme aus einer armen
Gegend. Sie wissen bestimmt nichts
von dem Elend, das dort herrscht.“

„Nein, mein Kind, ich weiß nichts.“
„Sehen sie. Mein Vater zum Beispiel hat
vierzehn Kinder. “
„Und warum kommst du zu mir?“

„Weil ich hier etwas verdienen kann!
Hier, bei Ihnen!“

[18.1.72]

Leave a Reply