Geld!!

In dieser Welt des Überfluß‘
Ist Ärmlichkeit fast ein Genuß.
Der Reichtum ist nur eine Plage,
Die sich vermehret alle Tage.
Wie Friedrich Flick, der „arme“ Mann,
Der an der Plage nahe dran.
Der verdient an einem Tag
Einkommazwei Millionen Mark.
So sehr, und das ist nur geschätzt,7,
Sein Vermögen am Tage wächst.
Geld! Der Schrei danach,
Er ist in jedem Munde wach.
Doch kann nicht jeder, wie Herr Flick,
Auf seinem Gelde sitzen dick.

Ein Tip: wenn einer Sparen kann,
So leg‘ er fünf hunderttausend an
zu sechs Prozent. Das bringt Gewinn:
Im Jahr sind dreißigtausend drin.
Davon man leben kann in Braus‘,
Und kommt doch ohne Arbeit aus.
Und Friedrich Flick, der arme Mann,
Er arbeitet, schau einmal an!
Drei Stunden täglich konferiert
Er mit drei Mannen dann zu viert.
Er sagt, wie man es machen soll.
Folgt man ihm nicht, so zeigt er Groll,

Wie Geld doch einen reichen Mann
Im Grunde arm sein lassen kann.
Drum, Freunde, hört den Rat:
Ich warne den, der Geldes hat,
Sei auf der Hut, mein lieber Freund.
Wie Flick ward, war es nicht gemeint.
Werd‘ nur nicht so wie dieser Mann.
Fang‘ rechtzeitig ausgeben an.

[9.2.72]

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