Frühling

die letzten Schneeflocken werden braun
in den sonnigen ecken stecken die blumen ihre köpfe in die höhe
die kälte stört sie kaum
die blumenfarben sind alles was ich sehe

I

mit macht drängt der frühling heran
zuerst nimmt er die bäume in seinen bann
die blumen sprießen
die ersten vögel grüßen
und singen uns ein lied

das lied
es klingt in uns nach
so hell, so hell
wir werden langsam wach

die bäche und flüsse schwillen an
das leben fängt von vorne an
langsam tauen die herzen auf
und das leben nimmt seinen lauf
und singt ein lied

das lied
es klingt in uns nach
so hell, so hell
wir werden langsam wach

II

viele sind nun schon erwacht
der tag wird lang, kurz wird die nacht
und leichten herzens sehe ich in die Zukunft
die pferde auf der weide singen ihr lied
mit kräftiger stimme singt der hirte mit

das lied
es klingt in uns nach
so hell, so hell
wir werden langsam wach

die vögel bauen sich ihre nester
ich denk es war erst gestern
als sie uns verließen
mein herz wird gefangen von einem andern
gemeinsam mit ihm möchte ich durch den frühling wandern
und unser lied singen

das lied
es klingt in uns nach
so hell, so hell
wir werden langsam wach

das wandern bringt uns näher
so verstehen wir uns eher
und passen zueinander
und die liebe ergreift unsere herzen
es brennt in uns wie tausend kerzen
und wir singen das lied

III

und unsere herzen jubeln gemeinsam
keiner ist im frühling einsam
alle zusammen sind wir glücklich
und wir feiern unser glück wirklich
und denken daß wir die glücklichsten sind
und freuen uns auf unser kind

das lied
es klingt in uns nach
so hell, so hell
wir werden langsam wach

IV

gemeinsam singen wir das lied
und alle, alle singen mit
das lied erzählt uns die geschichte des lebens
ohne es leben wir vergebens
und können unser glück nicht erreichen
kennen wir es nicht, müssen wir den anderen weichen
die das lied kennen
niemand kann den namen des liedes nennen
es heißt einfach nur das lied

das lied
klingt in uns nach
so hell, so hell
wir werden langsam wach

V

und mit dem lied erkennen wir
das wie und warum, weshalb wir hier
das lied ist unser mythos
das lied ist unser schoß
der uns gebar und der uns wieder aufnimmt
das lied ist die grundlage unseres Iebens
unsere leben enden wenn es verglimmt
und wir singen es um uns zu erhalten
und wir lauschen den erzahlungen der alten
die den mythos erklären
und ihnen und ihren erklärungen zu ehren
ringen wir das lied

das lied
es klingt in uns nach
so hell, so hell
nun sind wir alle wach

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