Immer wieder bist Du da

Sobald der Schlaf mich übermannt,
die dunkle Nacht den Raum umspannt,
der helle Mond an Himmel wacht,
der Sterne Schimmer fröhlich lacht,
träum‘ ich von dir, von dir allein;
träum‘ ich, mit dir allein zu sein.

Sobald der Sonne Morgenstrahl
den Hahn erweckt im Erdental,
des Hahnes Schrei mich früh erweckt,
der Kaffeetisch ist schon gedeckt –
ich träum‘ von dir, von dir allein;
ich träum‘, mit dir allein zu sein.

Sobald des Mittags Ruhe ist,
kein Mensch mit Unruh‘ mich vermißt,
durch tiefe Wälder ich dann geh‘,
auf Höhen überm Tale steh‘

und träum‘ von dir, von dir allein;
und träum‘, mit dir allein zu sein.

Sobald‘s mich Abends heimwärts zieht,
die Sonn‘ im Westen rot erglüht,
der Heimat Flur mich froh begrüßt,
der Mutter Lachen sich ergießt,
träum‘ ich von dir, von dir allein;
träum‘ ich, mit dir allein zu sein.

[25.1.72]

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