Nächtelanges Sehnen

Als du damals mich verlassen,
und ich einsam
ging durch dunkle Straßen,
eine Nacht kam,
die mir Tränen kommen ließ.
Deine Augen, blau wie Eis,
rote Lippen,
alles andre, was ich weiß,
ist vergangen, scheint mir fern.
Ach, warum kann ich nicht mehr
deine Lippen
nah erspähen.
Deine Stimme klingt in mir.
Doch ich weiß,
du bist mir fern.
geliebte C., wie gern
würd ich dich einmal wiedersehn.

Nächtelanges heißes Sehnen
zehrt an meiner Geisteskraft.
Kaum kann ich an etwas andres denken
als an dich, an dich, an dich.
Geliebte C., wie gern
würd ich dich einmal wiedersehn.

Ich hab noch Hoffnung,
daß dieses Sehnen sich erfüllt.
Ich glaube an ein Wiedersehn.
Ich glaube an die Zeichen der Liebe.
Nächtelang seh ich sie.
Dich möchte ich sehen.
Dich. Dich. Dich. Dich.

[19.3.72]

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